Der Therapiehund im Rahmen der tiergestützten Therapie und Pädagogik (gewerblicher Einsatz)

Die Ausbildung zum Therapiehund in der tiergestützten Therapie und Pädagogik

Ein Therapiehund ist ein Familienhund, der Herrchen und Frauchen gezielt bei der beruflichen Tätigkeit im Bereich der tiergestützten Therapie und Pädagogik unterstützen kann. Er hilft soziale Kontakte von pflegebedürftigen Menschen aufzubauen und zu erhalten, motoviert, beruhigt und gibt Freude und Vertrauen.

Therapiehunde wirken sich nicht nur positiv auf Blutdruck und Stress aus. Sie helfen eigene Hürden zu überwinden, das Eis zu brechen, motivieren zur Mitarbeit und helfen Vertrauen aufzubauen.

Dazu fördern sie unter anderem

 

  • die körperlichen, kognitiven und emotionalen Funktionen wiederherzustellen und zu erhalten,
  • die Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Durchführung von Aktivitäten und Handlungen zu fördern,
  • das Einbezogenseins in die jeweiligen Lebenssituation zu fördern und
  • das subjektive Wohlbefinden zu verbessern.

 

 

Im Grunde eignen sich alle Rassen und Größen für die Therapie – Besuchshund-Ausbildung in Dresden. Die Hunde müssen jedoch einen sehr ausgeglichenen Charakter haben, menschenbezogen, gut sozialisiert und belastbar sein und auch einiges einstecken können.Therapiehunde sollten daher sehr ruhige Hunde sein, die sehr geduldig sind und im Ernstfall in die Defensive gehen! Außerdem muss eine gesunde Bindung zum Halter bestehen.

Die Ausbildung zum Therapiehund ist eine Ausbildung für Mensch und Hund. Während der Hund lernt sich zu benehmen, Freude und Spaß beim Einsatz zu haben und an die Einsatzsituation gewöhnt wird, lernt der Mensch den richtigen Umgang mit den Patienten und vor allem mit seinem Hund. Die Ausbildung ist in 5 Schritte gegliedert:

1. kostenlose Erstberatung

Bei der Erstberatung werden Sie in einem Gespräch über das komplette Traingsprogramm informiert und alle Ihre Fragen zur Ausbildung beantwortet. Das Informationsgespärch ist kostenfrei und absolut unverbindlich.

2. Eignungstest

Haben Sie sich dazu entschieden, Ihren Hund zum Therapiehund auszubilden folgt, der Eignungstest. Dabei wird besonders auf Grundgehorsam, Stressverhalten, Vertrauen und Bindung zum Halter geachtet. Die Kosten für den Eignungstest betragen 59,00 Euro (zzgl. Steuer). Im Anschluss erfolgt ein Nachgespräch, wobei ich Sie über Schwächen, Stärken, Traingsbedarf und Einsatzmöglichkeit ihres Hundes berate. Erst nach dem Beratungsgespräch beginnt die eigentliche Ausbildung nach einer verbindlichen Zusage Ihrerseits.

Haben Sie sich nun entschieden, Ihren Hund zum Therapiehund ausbilden zu lassen, beginnen die Pflichtteile des Ausbildungsprogramms. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Der theoretische und praktische Teil können sich jedoch zeitlich überschneiden.

3a. Theorie

Innerhalb von sechs Abenden erfolgt die theoretische Ausbildung. Dabei werden vor allem folgende Themen behandelt:

  • Psychologie und Soziologie der Mensch – Hund Beziehung
  • Kommunikation
  • Ausbildungsmethoden und Lernformen
  • Probleme innerhalb der Mensch – Hund Beziehung
  • Erste-Hilfe am Hund
  • Organisation, Arbeitseinsatz, Begegnungen usw.

3b. Praxis

In der Praxis wird innerhalb von 23 Trainingseinheiten in der Gruppe und 11 Trainingseinheiten im Einzelnen folgende Übungen durchgeführt:

  • Geduld und Grundgehorsam
  • Bindungsaufbau
  • Leinenführung
  • Freifolge
  • Vertrauen zum Menschen
  • Trainings aus der Distanz
  • non-verbales Training
  • Spiele und Tricks
  • Tabu
  • Giftköder
  • Rückruf
  • Reizabbruch
  • Ruhiges Verhalten in Stresssituationen
  • Vertrauensübungen zum Aufbau der Bindung zwischen Mensch und Hund
  • Gewöhnung an ungewohnte Situationen, Rollstühle, Gehhilfen etc.
  • Apportieren
  • Entspannungsübungen für den Hund und Spiele für den Einsatz innerhalb der Therapie

4. Individualausbildung

Ein Therapiehund ist nicht gleich ein Therapiehund der in allen Einsatzgebieten der tiergestützen Therapie und Pädagogik eingesetzt werden kann. Je nach Einsatz des Hundes erfolgen individuelle Traingseinheiten vor Ort.

Die Individualausbildung ist kein verpflichtender Teil der Therapiehundausbildung. Die Inhalte der Traingseinheiten werden individuell besprochen.

5. Abschlussprüfung

Jeder Teilnehmer erhält, nachdem er das Ausbildungsprogramm absolviert hat, eine Teilnahmebescheiningung. Auf Wunsch haben Sie auch die Möglichkeit eine theoretische und praktische Abschlussprüfung zu absolvieren. Ist die Abschlussprüfung dann bestanden, erhält jeder Teilnehmer ein Zertifikat für die erfolgreiche Teilnahme an der Therapiehundausbildung.

Kosten:

  • Beratung vor und nach dem Eignungstest: kostenlos
  • Eignungstest: 59,00 Euro*
  • Theorie, Praxis und Abschlußprüfung: 1680,00 Euro*
  • Individualausbildung: 35,00 Euro/Stunde*

*   zzgl. 19% MwSt.

** zzgl. 19% MwSt und An- und Abfahrtskosten